• WIV GmbH - TYPO3 und SEO Webagentur
5 Bilder

Das war die InternetWorld EXPO 2018

Was mir an Messen immer gut gefällt: Man spricht nicht bloß über bestimmte Themen, Trends und neue Lösungen. Man kann sie selbst live und in Farbe erleben und ausprobieren. Und deshalb machte ich mich auf nach München zur InternetWorld EXPO 2018, denn in der E-Commerce-Welt gibt es immer etwas Neues zu sehen.

Für ein kostenloses Event hatte die InternetWorld EXPO eine ganze Menge zu bieten: Zum Beispiel waren in diesem Jahr insgesamt um die 200 Speaker mit von der Partie und gaben dem Publikum auf verschiedenen Bühnen Tipps zu verschiedensten E-Commerce-Themen. Darunter waren unter anderem Köpfe von Onlinegrößen wie Zalando oder Allyouneed, aber auch aus Konzernen wie Ikea oder Otto. Das schien bei den Leuten gut anzukommen, denn die Messehallen waren gut gefüllt.

Der Trend, das individuelle Nutzerverhalten noch besser zu verstehen, sogar vorherzusehen und für Sales zu nutzen, war fast überall zu spüren. Conversion-Optimierung, User-Experience, Predictive Analytics, Individualisierung der Customer Journey … die Liste ist ganz schön lang. Es ging aber auch um neue Logistiklösungen und um Themen, die im E-Commerce-Bereich vor ein paar Jahren noch Zukunftsmusik waren: Robotik, Virtual Reality, Augmented Reality, um nur einige zu nennen.

Omnichannel – die Filiale im Netz mit der Filiale vor Ort verbinden

Was mir ebenso auf der InternetWorld EXPO 2018 auffiel ist die Verschmelzung von Online- und Offlinehandel. Jeder kennt das Problem aus seiner eigenen Heimatstadt: Die stationären Läden haben immer stärker mit der Online-Konkurrenz zu kämpfen, die ein immer besseres Einkaufserlebnis bietet, das auch bislang vehemente Interneteinkauf-Verweigerer inzwischen überzeugt. Die Kundenreise während des Kaufs, also die Customer Journey, wird immer komplexer.

Deshalb sind Händler vor Ort sind auch gut darin beraten, ihren Online-Verkaufskanal mit ihrem Laden vor Ort miteinander verschmelzen zu lassen – Stichwort Omnichannel: Bestellung im Netz, Abholung in der Filiale. Oder die Ware wird in der Filiale bestellt und dann nach Hause geschickt. Und genauso flexibel geht es dann auch mit den Retouren zu. Die volle Flexibilität an sicheren Zahlungsarten wird inzwischen ebenso vorausgesetzt und was die Lieferung betrifft, ist „besser heute als morgen“ schon keine Floskel mehr.

Selbstredend dass es hierfür oft Fulfillment-, bzw. Fullservice-Unterstützung braucht, um diese Dinge logistisch, personell und organisatorisch abdecken zu können. Das Thema Logistik spielte natürlich in fast jeden Punkt in die E-Commerce-Welt hinein und war deshalb allgegenwärtig auf der InternetWorld EXPO. Kein Wunder, denn mit dem gestiegenen Umsatz in der E-Commerce-Branche steigt auch das Lieferaufkommen – und ebenso der Anspruch des Kunden an Schnelligkeit und Lieferoptionen.

Virtuelles Möbelrücken mit dem Smartphone

Für den Händler gibt es hierbei eine Menge an Möglichkeiten, seine Käufer zufriedenzustellen: Same Day Delivery, Ship-from-Store oder aber auch eine an den Lebensrhythmus des Kunden angepasste Lieferoption. Was das sein könnte, erläuterte zum Beispiel der Gründer und Geschäftsführer des Marktplatzes Allyouneed, Jens Drubel in seinem Vortrag „Die letzte Meile – Trends in der Logistik“: „Für den einen ist es eine Lieferung per Drohne auf den Balkon, für den anderen die Zustellung in den Kofferraum des eigenen Autos.“

Neben Virtual Reality, mit dem zum Beispiel Händler Ihre Filialen digitalisieren können, ist Augmented Reality ein weiterer Trend, der immer mehr im Kommen ist. Man muss sich das so vorstellen: Da ist beispielsweise ein Möbelstück, das man sich zulegen möchte. Doch fügt es sich auch gut in den Raum ein? Stellen wir das Sofa doch spaßeshalber einfach mal ins Wohnzimmer, dazu vielleicht noch den passenden Tisch und ein Sitzbänkchen dazu.

Das Fenster in diese Augmented Reality ist dabei der Bildschirm Ihres Smartphones mit der dazugehörigen App. Dieses probehafte Rücken virtueller Möbel spart auf jeden Fall Fehlkäufe und wem der Anblick gefällt, wird sicherlich eher zum Kaufen geneigt sein. Wenn Sie es selbst mal ausprobieren möchten: Ikea bietet dazu seit Oktober letzten Jahres eine AR-App namens Ikea Place.

Und natürlich darf die heilige Kuh namens Content Marketing nicht fehlen. Die Leute bekommen einfach nicht genug von dem Thema. In diesem Zusammenhang immer wieder gehörte Schlagworte wie „Mehrwert“, „Relevanz“ und „Zielgruppe“ haben inzwischen leider schon Buzzword-Charakter. War es denn jemals eine tolle Idee, irrelevante Inhalte ohne Mehrwert völlig ins Leere zu feuern? Unstrittig ist jedoch die Frage nach dem Wie – und dazu hatten etliche Aussteller ihre Lösungen parat. Von der einfachen Text- und Video-Erstellung über Tools zur Planung sowie zum Monitoren der Erfolge bis hin zu kompletten Medienkampagnen. Hauptsache es gibt keinen Content-Shock!

Fazit

Insgesamt war die InternetWorld-Expo 2018 thematisch unglaublich abwechslungsreich und die hier erwähnten Punkte waren nur ein Bruchteil dessen, was man vor Ort erleben kann. Ich kann dieses Event jedenfalls allen weiterempfehlen, die sich einmal einen Überblick darüber verschaffen wollen, was im E-Commerce alles möglich ist. Und

Zurück zur Newsübersicht