Die mobile Anpassung einer Webseite – mehr als nur nice to have

Im Zeitalter der Smartphones darf eine Webseite, die auch mit dem Handy gut zu benutzen ist, keine Seltenheit mehr sein. Dennoch gibt es viele Unternehmen, die diesen Anforderungen noch nicht Rechnung tragen.

Jeder kennt das, wenn er morgens auf dem Weg zur Arbeit ist und seine Mitfahrer schauen gespannt auf die Displays ihrer Smartphones. Viele lesen die Nachrichten oder checken die neuesten Messages auf den Social-Media Kanälen. Es gibt jedoch auch diejenigen, die morgens schon einmal nach Dienstleistungen oder Produkten schauen. Wenn die Webseite eines Unternehmens dort keine Präsenz aufweisen kann, gehen unter Umständen potenzielle Kunden und Anfragen verloren.

Denn gerade im Zeitalter der immer und überall verfügbaren Informationen möchte man, wenn man z. B. eine gute Idee für ein neues Produktsegment hatte, sofort, auf der Stelle und ohne Hindernisse recherchieren können. Viele gute Beziehungen zwischen Kunden und Unternehmen beginnen heutzutage mit einem Einfall beim Frühstück und einer Eingabe mit verschmierten Fingern auf dem Smartphone.

Oftmals hört man von Unternehmensseite die Aussage "Unsere Kunden sind nicht mobil unterwegs". Das mag für die ein oder andere Branche noch in Teilen stimmen. Jedoch lag in Deutschland der Anteil der mobilen Internetnutzer schon 2016 bei 68%. Und selbst, wenn es „nur“ 15% mobile Besucher sind: Gerade unterwegs greifen viele Leute auf das Handy als Informations-und Beschaffungsmedium zurück. Vielleicht ist unter diesen 15% ein Kunde oder Geschäftspartner, der sich als extrem werthaltig erweist?

Was ist überhaupt eine mobile Webseite?

Eine mobile Webseite zeichnet sich durch folgende Funktionen aus:

• Anpassung der Inhalte auf das Smartphone
• Kein Zoomen auf dem Bildschirm notwendig
• spezielle Kontaktmöglichkeiten wie Chat & Anruffunktionen
• Vermeidung von Flash-Elementen
• gute Ladegeschwindigkeit

Das Bild zum Artikel zeigt unsere optimierte Website im Vergleich zu einer nicht für Mobilgeräte geeigneten Website. Der Unterschied ist augenfällig:

Mobile-optimiert

nicht Mobile-optimiert

Welche Website ist wohl mit dem Handy einfacher zu benutzen?

Mobile als wichtiger Faktor in der Suchmaschinenoptimierung

Schon längst hat die mobile Verfügbarkeit einer Webseite großen Einfluss auf die Suchmaschinenoptimierung. Wer seine Webseite nicht auf Smartphones und Tablets optimiert hat, kann langfristig nicht mit guten Rankings rechnen. In den nächsten Monaten treibt Google seinen Gedanken „Mobile first“ voran, indem der Google-Hauptindex dahingehend umstellt wird, dass erst die mobile Version der Webseite bewertet wird und danach die Desktop-Version. Webseiten, die dann keine mobile Version vorzeigen können, dürfen sich über spürbare Verluste bei Sichtbarkeit und Ranking nicht wundern.

Ist die Entscheidung für eine mobile Umsetzung gefallen, stehen Unternehmen oftmals vor der Frage, ob man eine eigene Webseite für Smartphones und Tablets erstellt oder ob sich die jetzige Webseite an diese anpasst (Responsives Design).

Responsives Design vs. eigene mobile Webseite

Aus den Gesichtspunkten der Suchmaschinenoptimierung ist ein responsives (angepasstes) Design klar zu favorisieren. Diese Art der mobilen Umsetzung hat den Vorteil, dass man nur eine Webseite zu pflegen hat. Des Weiteren werden alle getätigten Interaktionen und Nutzersignale, welche für die Erfolgsbewertung einer Webseite relevant sind, komplett einem Webauftritt zugeordnet.

Der Nachteil einer separaten Webseite (m.ihreurl.com) ist insbesondere der Mehrfachaufwand bei der Pflege. Alle Inhalte müssen doppelt eingepflegt werden – hier kann schnell Duplicate Content entstehen. Dieser ist für SEO fatal und kann dazu führen, dass die Webseite von Google abgestraft wird.

Ersetzt eine App die mobile Version einer Webseite?

Diese Frage kann man deutlich mit Nein beantworten. Eine App ersetzt niemals die mobile Version einer Webseite. Apps machen nur dann wirklich Sinn, wenn sie den Nutzern einen deutlichen Mehrwert in Sachen Buchungen, Preisvergleiche oder Kommunikation mit anderen Nutzern bieten. Oftmals werden die hohen laufenden Kosten einer App nicht berücksichtigt, die durch Programmierung und regelmäßige Updates verursacht werden. Experten schätzen eine App für Unternehmen erst dann als sinnvoll ein, wenn deren wiederkehrende Besucherzahl bei mindestens 100.000 im Monat liegt.

Machen Sie Ihre Webseite fit für Mobil!

Wenn die Webseite bis jetzt noch nicht auf Smartphones und Tablets optimiert ist, sollte dieser Punkt schnellstmöglich auf die Agenda gebracht werden. Jeden Tag gehen deutschen Unternehmen potenzielle Kunden und Anfragen verloren, da diese auf den mobilen Endgeräten nicht optimal abgeholt werden.

Bei der mobilen Umsetzung ist die professionelle Hilfe von Fachleuten unverzichtbar, die die notwendige technische Expertise mitbringen. Gerade bei der Programmierung gibt es eine Vielzahl von Dingen, die berücksichtigt werden müssen, wie z. B. die Komprimierung von Bildern, das Ausblenden von Slidern, die Anpassung von Animationseffekten etc. All diese Maßnahmen werden dafür sorgen, dass die Webseite langfristig hilft, die Unternehmensziele zu erreichen.

Über das kostenlose Tool von Google haben Sie die Möglichkeit Ihre Webseite auf Mobilgeräten zu testen.

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